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PÜNKTCHEN: Ja also, es ist so. Der Anton, der
ist doch immer so müde in letzter Zeit. Deswegen
schläft er auch immer ein - im Unterricht. Und das kommt,
weil er doch abends immer im Eisladen arbeitet. Aber was
soll er denn anderes machen? Seine Mutter, die ist nämlich
schon sehr, sehr lange krank und kann nicht arbeiten und einen
Vater gibt's leider auch nicht in Antons Familie.Und wenn der
Anton seine Mutter nicht im Eisladen vertritt, ist sie ihren
Job los, weil dann stellt der Giovanni eine Neue ein. Verstehen
Sie?
BREMSER: Ich glaube schon.
PÜNKTCHEN: Na, dann ist ja gut.
Aber wenn Sie dem Anton jetzt verbieten zu arbeiten, helfen Sie
ihm auch nicht. Weil, dann wird seine Mutter noch kränker
und hat noch mehr Kummer. Und ich dachte... vielleicht könnten
Sie das mit dem Brief ja doch noch mal sein lassen.
Bremser dreht sich um und setzt sich zu Pünktchen
auf die Bank.
BREMSER: Warum sagt mir das der Anton nicht selbst? Hat er
denn solche Angst vor mir?
PÜNKTCHEN: Angst? Nein. Er schämt sich. Weil er und
seine Mutter doch nicht so viel Geld haben und außerdem
ist ja das Arbeiten für Kinder auch verboten.
BREMSER: Ja, was machen wir denn da?
PÜNKTCHEN: Ich weiß nicht. Aber wenn Frau Gast wieder
gesund ist, dann brauchen wir ja eigentlich gar nichts mehr zu
machen.
BREMSER: Aber Luise, so geht das doch nicht. Wenn Frau Gast sich
nicht richtig um ihren Sohn kümmern kann, können wir
doch nicht einfach nichts tun. Da muss man doch eingreifen. Es
geht doch nicht, dass der Anton abends nie ins Bett kommt.
PÜNKTCHEN: Na vielleicht haben Sie ja Recht. Aber so ein
Brief, der macht die Sache auch nicht besser.
BREMSER: Und die Prügelei?
PÜNKTCHEN: Och, das - das war allein meine Schuld. Der
Anton, der hat mich nur verteidigt. Ehrlich. |