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 INDEX

KAPITEL 1

CRAZY

KAPITEL 2

KAPITEL 3

THEMEN
FamilieSex

1. Familie
Paararbeit

5

Lest folgender Auszug aus dem Artikel "Generation Y" aus dem "STERN" (25.03.99) und vergleicht die Aussagen mit den Kommentaren zum Thema Familie in "Crazy".
Diskutiert die Aussagen an Hand eigener Erfahrungen.

Familie
'Die Eltern haben als Vorbilder immer mehr ausgedient', meint Arthur Fischer, Autor der Shell Jugendstudie. In der Informationsflut des Medienzeitalters kapitulieren die Erwachsenen vor dieser Rolle. Die wenigen Grenzen, die sie überhaupt setzen, haben oft nur Alibi-Funktion. So sieht das auch die 16jährige Insa: 'Ich muß am Wochenende erst um drei zu Hause sein. Da kann meine Mutter auch gleich sagen: Geh weg, so lange du willst.'
Der Bielefelder Jugendforscher Christian Palentien, 32, spricht von einer 'Hotelfamilie', in der die meisten 16jährigen aufwachsen. 'Die kommen nur nach Hause zum Essen, Umziehen und Schlafen.'
Sie sind emotional selbständig, pfeifen auf Vorschriften und diskutieren ständig mit den Eltern. 'Wenn's mit meiner Mutter Krach gibt', versichert Insa, 'reiße ich das Maul auf.' Für sie sind die Gleichaltrigen die wichtigste Bezugsgruppe.
Zu diesem Phänomen hat auch die hohe Scheidungsrate von 25 Prozent beigetragen. US-Studien belegen, daß Teenager, deren Eltern sich getrennt haben, früher selbständig werden und gelegentlich sogar leichter durchs Leben finden. Palentien: 'Die sind nicht mehr so leicht zu enttäuschen.' Viel schlimmer als die Scheidung an sich sei der Krieg davor.
Katharina lebt bei ihrem Vater, einem erfolgreichen Mediziner. Sie hat in ihrem kurzen Leben schon drei Trennungen durchlitten. 'Erst ist meine Mutter gegangen, dann mein Vater und schließlich meine Stiefmutter.' Jetzt ist Katharina in psychologischer Behandlung. 'Manchmal gab's zu Hause so einen Terror, daß ich ein Messer mit ins Bett genommen habe.'
 
2. Sex
Paararbeit

5

Folgender Auszug stammt aus dem Artikel "Generation Y" aus dem "STERN" (25.03.99).
Vergleicht, wie sich die Personen im dem Artikel und im Roman Crazy zu Sex verhalten.
Diskutiert, was unter dem Ausdruck "die enorme Sexualisierung unserer Gesellschaft" zu verstehen ist. Gebt evtl. Beispiele dafür.

Sex
Wer die Schattenseiten von Beziehungskisten nicht im eigenen Elternhaus erlebt hat, wird spätestens in den nachmittäglichen Talkshows und Vorabend-Soaps damit konfrontiert. 'Bevor die Jugendlichen zum ersten Mal mit einem Partner schlafen, haben sie schon tausend Sexualakte im Fernsehen gesehen', so Gerhard Amendt. Obwohl dabei alle Werte einer Beziehung 'unter die Räder kommen', hat der 59jährige Soziologe ein Phänomen ausgemacht, das er 'ermutigend' findet: 'Die Jugendlichen entwickeln langsam ihre eigenen Vorstellungen von Beziehungsqualität. Die ersten Erfahrungen sammeln sie noch, um mitreden zu können. Dann ist erst mal Sendepause. Durch die enorme Sexualisierung unserer Gesellschaft wehren sich viele gegen den Zwang, daß es jeder immer machen muß.'
Janis, ein dunkelhaariger Basketball-Freak, hat auch schon 'so ein bißchen rumgemacht'. Aber mit einem Mädchen schlafen, das will er noch nicht. Sollen die Klassenkameraden doch dumme Sprüche reißen. 'Ich fühle mich einfach nicht soweit. Ich war mal in so einer Situation. Da stand ich vor dem Mädchen und habe gemerkt: Jetzt hast du die Arschkarte gezogen. Ich hatte totale Hemmungen, Angst, daß das Gummi reißt oder so. Einfach mit einem Mädchen schlafen und es dann sitzenlassen, nee, das mache ich nicht.'
Daß die Teenager, biologisch gesehen, früher reif sind denn je (Mädchen kommen zwischen elf und zwölf in die Pubertät, Jungen ein Jahr später), kann zum Problem werden. 'In Amerika gibt es eine beängstigende Zahl von Teenager-Schwangerschaften', sagt Palentien. 'Ein paar Jahre, dann werden wir das auch erleben.' Er kritisiert die katastrophale Aufklärungsleistung von Eltern und Lehrern. 'Die kommen damit viel zu spät, sind mit den frühreifen Kindern überfordert.'
Janis ist in der Zehnten. 'Irre, wie peinlich unserm Biolehrer Sexualkunde ist. Jetzt hat er nach der Hälfte des Stoffs abgebrochen, und die Arbeit schreiben wir über Hormone.' Seine Klassenkameradin Jana wurde zu Hause aufgeklärt: 'Rein, raus, dann kommen Kinder. Danach war das Thema erledigt. Die wirklich wichtigen Sachen habe ich in Bravo gelesen.'
Jana war 14 beim ersten Mal und wurde prompt von den Eltern erwischt. 'Seitdem behandeln die mich wie Dreck. Ich würde rumlaufen wie 'ne Nutte, mußte ich mir anhören.' Was 'alle am Sex so geil finden', weiß Jana bis heute nicht. 'Ich verkrampfe mich so, weil ich jedesmal glaube, gleich platzt einer ins Zimmer.'